„Sie wollen eine CNC-Fräse kaufen“ – was Sie beachten sollten

Bevor Sie sich auf die Suche nach einer CNC -Fräsmaschine machen, sollten Sie sich erst ein paar Fragen stellen:

 Für was wird die CNC- Fräsmaschine benötigt?

  • Was für eine Bauform wird benötigt? (Bearbeitungszentrum, Portalfräse)
  • Wie sollen die Achsen angeordnet sein? (horizontal/vertikal/universal)
  • Was für eine Funktionalität soll der Fräskopf haben? (Rotationsachse/n)
  • Wie viele Fräsköpfe / Bearbeitungsräume sollen vorhanden sein? (Pendelbetrieb)
  • Wie sollen die Verfahr-Achsen zwischen Werkstücktisch und Fräskopf aufgeteilt sein
  • Hier müssen unbedingt die Masse des Werkstücks beachtet werden!
  • Wie soll die Maschine beladen werden? Ist die Verwendung eines Krans nötig?

Wie sehen die zu bearbeitenden Werkstücke aus?

  • Was sind die größten Ausmaße? Wie groß soll der Bearbeitungsraum sein? *
  • Wie komplex sind die Werkstücke?
  • Wie viele Werkzeuge werden zur Bearbeitung benötigt? **
  • Sind hinter Schnitte oder spezielle Positionierungen des Werkzeugs notwendig? (Neigungswinkel)

Wie muss die Maschine optimiert sein? (Taktzeit/ Genauigkeit/ Funktionsumfang)

  • Kann eine Funktion nachgerüstet werden? (beispielsweise durch das Aufbringen eines Drehtisches)
  • Behalten Sie hier die Kosten im Auge!
  • Was ist überflüssig?
  • Was für ein Wegmesssystem ist an der Maschine verbaut? (Genauigkeit)
  • Wird die CNC- Fräsmaschine für die Einzelteilfertigung oder zur Massenproduktion benötigt?
  • Was für ein Werkzeugwechselsystem soll verwendet werden (Taktzeit)

Welche Seiten werden bearbeitet?

  • Wird nur eine Seite bearbeite?
  • Oder müssen mehrere Seiten bearbeitet werden, die zu einander in Bezug stehen?

In wie viel „Spannungen“ soll das Werkstück bearbeitet werden?

  • Wird nur ein Teil des Werkstücks bearbeitet oder wird es komplett bearbeitet?
  • Anzahl Spannungen (Zeit) vs. Anzahl Bearbeitungs-/Verfahr Achsen (Anschaffungskosten)!

Welche Zusatzfunktionen soll die Maschine haben? (Wichtig für Produktionszeiten)

  • Verwendung von automatischen Werkzeug- und Werkstückpositrons-Erkennungssystemen
  • Benötigen die verwendeten Werkzeuge eine Innenkühlung oder ist eine Außen- oder Luftkühlung ausreichend?
  • Wie wird die Maschine mit Kühlmittel versorgt? Wie wird es aufbereitet?
  • Wie wird bei eingehausten Bearbeitungsräumen die Luftreinigung und Absaugung realisiert?
  • Da hier auch der Personenschutz wichtig ist.
  • Wie wird der Bearbeitungsraum gereinigt und wie werden die Späne entnommen?
  • Werden Kühlmitteldüsen in Verbindung mit einem Späneförderer verwendet?

Als zentrale Frage steht immer die Aussage im Raum:

„Welche Funktionen benötigt die Maschine wirklich und welche sind überflüssig?“

Bei all diesen Fragen müssen Sie immer den kompletten Lebenszyklus der Maschine betrachten.
Beachten Sie das später fehlende Funktionen, die Anschaffung einer zweiten Maschine bedeuten können.

Stellen Sie sich gedanklich einfach als Produktionsmitarbeiter einmal an die Maschine und stellen Sie sich vor, Sie müssten jetzt das größte und komplexeste Werkstück, das Ihr Unternehmen überhaupt produziert, bearbeiten. Was benötigen Sie alles dafür?

Tipps

*Rechnen Sie hier noch einen zusätzlichen Puffer dazu im Bereich von ca. 200-500mm für Kleinmaschinen bis mittelgroße Maschinen und ca. 1000-2000 mm für Großmaschinen.
** Addieren Sie hier nochmal 10-20 Werkzeuge bzw. 30-50 Werkzeuge bei Großmaschinen dazu, dass Sie auf alle Fälle vorbereitet sind.

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